Auf Genussmittel verzichten

Auf Genussmittel verzichten ist oftmals leichter gesagt als getan. Ohne nach ihnen süchtig zu sein, fällt der vorübergehende oder gar dauerhafte Verzicht recht schwer. Der Genießende hat sich buchstäblich an sein Genussmittel gewöhnt. Als ein Genussmittel werden Nahrungsmittel bezeichnet, die nicht wegen ihres vorhandenen Nährwertes, sondern ihres besonderen Geschmacks sowie ihrer anregenden Wirkung wegen genossen werden. Zu den gängigen und bekannten Genussmitteln gehören Alkohol und Tabak. Darüber hinaus sind Kaffee, Kakao, Tee und auch Schokolade beliebte Genussmittel. Im weiteren Sinne gehören noch Gewürze und Zucker dazu. Die werden nicht direkt verzehrt oder genossen, sondern sie dienen zur geschmacklichen Verbesserung und Verfeinerung anderer Genussmittel wie Tee, Kaffee oder Schokolade.

Genussmitteln gehören teilweise zu den besonders teuren Lebensmitteln. Beim Alkohol reicht die Preisspanne von einem Euro für eine Flasche Bier bis hin zu mehreren tausend Euro für die ausgefallene Flasche Wein. Und auch für eine handgedrehte Zigarre aus Kuba oder aus Costa Rica muss ein dreistelliger Eurobetrag gezahlt werden. Insofern kann mit Genussmitteln innerhalb des Haushaltsbudgets durchaus spürbar Geld gespart werden. Das eine tun und das andere nicht lassen; also auf Genussmittel nicht ganz verzichten und trotzdem Geld zu sparen wäre der ideale Mittelweg.

Eine Möglichkeit zum Geld sparen bei Genussmitteln ist die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag. In dieser vierzigtägige Fasten- oder Bußzeit sollen die Angehörigen der römisch-katholischen Kirche, wie es genannt wird, enthaltsam leben. Dazu gehört ein Verzicht auf jegliche Genussmittel, was mit einem Geldsparen gleichbedeutend ist. Ein anderer Verzicht ist die Reduzierung des regelmäßigen Genusses. Bei einer Halbierung des Rauchverzehrs wird die Hälfte der normalen Ausgaben für Rauchwaren eingespart. Das fällt dem Gewohnheitsraucher erfahrungsgemäß schwer. Als Alternative verzichtet er auf das Rauchen von nikotinhaltigem Tabak. Ob die E-Zigarette für ihn zu einem Genussmittel werden kann, bleibt abzuwarten.

Mit einem Verzicht auf den begleitenden Wein zum Lunch oder Dinner lässt sich regelmäßig und dauerhaft Geld sparen. Der Wein wird durch ein schmackhaftes Mineralwasser ersetzt, das in den meisten Fällen ohnehin zusätzlich serviert wird. Auch der Verzehr von Schokolade sowie Süßigkeiten ganz allgemein kann dauerhaft zu einer teuren Angelegenheit werden. Die zahlreichen Regale mit ihren vielfältigen Angeboten sind eine Verführung für Jung und Alt. Ein zumindest vorübergehender Verzicht auf das Genussmittel Schokolade spart Geld und tut auch der Gesundheit gut. Denn Schokolade enthält überflüssige und wenig nahrhafte Kalorien.

Tee ist in der heutigen Zeit nicht nur ein Genuss-, sondern auch ein Lebensmittel für den Alltag. Auf Tee als Genussmittel zu verzichten bedeutet, vom Kauf teurer Teesorten Abstand zu nehmen. Anstelle des Blättertees wird der deutlich günstigere Beuteltee verwendet. Die Ersparnis beläuft sich, auf hundert Gramm Tee gerechnet, durchaus auf einen zweistelligen Eurobetrag. Der Wechsel bei Tee vom Genuss- hin zum Lebensmittel ist vielfach fließend. Ähnlich ist die Situation beim gerösteten Bohnenkaffee. Er gilt als ein Genussmittel, wenn die gekauften Kaffeebohnen frisch gemahlen und das Kaffeemehl anschließend gefiltert wird. Als Nahrungsmittel wird der Bohnenkaffee bereits gemahlen und vakuumverpackt gekauft. Er wird in der Kaffeemaschine, also automatisch und maschinell, aufgebrüht. Hier geht es weniger um den Genuss als vielmehr um die belebende und weckende Wirkung von Coffein. Der Wechsel von frischem Bohnenkaffee hin zu Pulverkaffee kann für den Feinschmecker durchaus als ein Verzicht auf sein beliebtes Genussmittel gewertet werden.

Aus gesundheitlicher Sicht sollte jedes Genussmittel in Maßen genossen werden. Am allerbesten sollte man natürlich ganz darauf verzichten. Das schont sowohl die Gesundheit als auch den Geldbeutel.