Beim Einkaufen sparen

Für den Lebensunterhalt wird im wahrsten Sinne des Wortes täglich eingekauft. Das sind die laufenden Einkäufe des Alltags, im Gegensatz zu den einmaligen oder sporadischen Käufen, die ihrer Höhe und ihrer Seltenheit wegen meistens als Anschaffung bezeichnet werden. Ein Auto oder die Waschmaschine werden nicht gekauft, sondern angeschafft oder investiert. Verbrauchsgegenstände wie Lebensmittel oder Bekleidung hingegen werden gekauft. Für sie wird am meisten Geld ausgegeben, sodass beim Einkaufen hier auch am ehesten und wirksamsten gespart werden kann. Beim Einkaufen sparen heißt in diesem Sinne, für die gewünschte oder für dieselbe Ware einen niedrigeren Preis, also weniger Geld bezahlen zu müssen. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten.

Das A & O ist ein Vergleichen der Anbieter einerseits sowie deren Waren und Produkte andererseits. Discounter, Supermärkte, Baumärkte sowie der Einzelhandel werben spätestens zum Wochenende mit Anzeigen und Beilagen in der Tageszeitung sowie in Wochenendblättern. Der Blick über den Zaun, also vom Supermarkt hin zum Discounter und umgekehrt, darf kein Tabu sein, sondern ist ein Muss.

Beim erstmaligen Kauf sollten Produkte ausgewählt werden, für die es Nachfüllpacks gibt. Die sind dauerhaft deutlich preisgünstiger und bieten dieselbe Qualität wie das Originalprodukt zu Beginn. Saisonale Ware ist erfahrungsgemäß sehr preisgünstig. Das gilt für Gemüse und Obst sowie alle Produkte aus der Region. Kurz vor Laden- oder vor Marktschluss wird der ohnehin günstige Preis nochmals reduziert. Viele Waren sind am nächsten Tage nicht mehr verkaufbar, andere Waren möchte der Marktbeschicker buchstäblich zum Spottpreis loswerden. Hier ist die Angebotspalette zwar geschmälert, qualitativ jedoch ohne jede Einschränkung.

Der Händler möchte am Verkauf seiner Waren möglichst viel verdienen. Er platziert die teuren Angebote im Blickfeld seiner Kunden, während sich die preisgünstigen Produkte darüber, und noch eher darunter befinden. Der Kunde sollte seinen Blick, wie es heißt, schweifen lassen und sich nicht für das erstbeste Angebot entscheiden. Dass Sonderangebote genutzt werden, wird mehr der Vollständigkeit halber erwähnt. Dazu gehört es auch, die Konkurrenz am Ort zu nutzen. Wenn hier ein Rabatt gewährt und beim nächsten Mal vom Kaufpreis abgezogen wird, dann ist das ein wirkliches Geldsparen. Zu dieser Einsparmöglichkeit gehört auch die Nutzung von Coupons und Rabattkarten aus der örtlichen oder täglichen Werbung. Die Kundenbindung durch Einkaufskarten mit Einkaufspunkten, die anschließend in Geld oder in Sachwerte eingetauscht werden, erspart ebenfalls Bares beim Einkauf. Wenn die Punkte das ganz Jahr hindurch gesammelt werden, dann ist der Kauf für Weihnachtsbäckerei und Weihnachtsteller größtenteils oder auch ganz finanziert.

Das Ausnutzen von Großverpackungen und von Mengenrabatten ist dann eine Einsparung, wenn die gekauften Waren auch tatsächlich in der Menge gebraucht werden. Sollten die eingekauften Mengen so nebenbei verzehrt werden, dann wirkt sich der niedrigere Preis bis hin zum Schnäppchen wie eine Mehrausgabe aus. Softgetränke aus einem Sonderangebot werden erfahrungsgemäß eher weggetrunken als Kartoffeln weggegessen.

Zu den indirekten Möglichkeiten beim Einkaufen sparen gehören der Wocheneinkauf sowie der Einkaufszettel. Der zuhause überlegt zusammengestellte Einkaufszettel führt durch die Gänge und Regale im Geschäft. Dieser rote Faden muss befolgt werden, um sich vor unüberlegten ad-hoc-Käufen zu schützen. Die Einkaufsfahrt kostet neben der Zeit auch Geld; sei es für das öffentliche Verkehrsmittel oder für den privaten Pkw, oftmals noch mit Parkplatzgebühr. Bei einem geschickten Timing kann monatlich ein zweistelliger Eurobetrag eingespart werden, ohne am Einkauf selbst zu sparen.

Beim Einkaufen sparen bedeutet
• Vorbereiten auf den Einkauf mit Einkaufszettel
• Effektive Einkaufsgestaltung mit möglichst wenigen und gezielten Einkäufen
• Ausnutzen von Werbe-/Sonder-/Rabattangeboten
• Ständiges Vergleichen von Anbietern und deren Angeboten
• Eigene Gewichtsprobe, wenn die Ware erst vom Kassenpersonal abgewogen wird
• Ausnutzen von Preisreduzierungen mit Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum MHD