Beim Essen sparen

Immer mehr Familien müssen heute den Rotstift ansetzen. Insbesondere in Hartz VI-Familien, aber auch unter Rentnern, muss am Essen gespart werden. Dabei ist gesundes und regelmäßiges Essen überlebenswichtig. Wohl oder übel müssen die Bürger sich etwas einfallen lassen, um keinen Hunger zu schieben.

Wie kann man beim Essen sparen?

Der Verzicht gehört unweigerlich zum Sparen. Dazu gehören der Restaurantbesuch, Einkäufe in teuren Geschäften oder der Kauf hochpreisiger Lebensmittel. Ob man für eine Dose Bohnen viel Geld ausgeben muss, hängt oft davon ab, wo sie steht. Billig- oder Eigenmarken stehen meistens unten im Regal. Öfter in die Bückzone zu gehen, hilft bereits zu sparen. Vielfach sind Kisten im Supermarkt zu finden, in denen preislich herabgesetzte Waren mit gerade abgelaufenem MHD zu finden sind, die meist noch in Ordnung sind (Blickkontrolle schadet aber nicht). Wer selbst kocht, spart am meisten. Mit Grundnahrungsmitteln und saisonalen Gemüsen können gesunde Mahlzeiten zubereitet werden. Kartoffeln sind billig, Blumenkohl, Brokkoli, Möhren, Linsen und Lauch nahrhafte, ballaststoffreiche, gesunde und leckere Gemüse. Man kann viele sättigende Gerichte kochen, die nicht mehr als 2-3 Euro pro Person kosten. Aus der Not eine Tugend zu machen, kann erlernt werden. Wer sich für Arme-Leute-Gerichte aus aller Welt interessiert, kann jederzeit leckere internationale Küche servieren. Gerade berühmte Eintöpfe oder Pfannengerichte entstanden oft aus Zweckmäßigkeit, nämlich zur Resteverwertung. Aber auch die regionale Küche bietet einige schmackhafte günstige Rezepte. Zunehmend genutzt wird auch das Foodsharing-Prinzip. Hier teilt jemand, der Ernteerträge im Überfluss hat, mit anderen. Zusammenkommen kann man über entsprechende Internetportale. Wenn man sieht, wie viel Obst in Kleingartenanlagen ungenutzt verkommt, kann man solche Initiativen nur begrüßen. Es wäre durchaus genug Essen für alle Menschen da. Vieles kommt aber niemals an den, der es brauchen könnte.

Legale oder illegale Essensbeschaffung

Die Preiskämpfe in der Lebensmittelbranche sorgen dafür, dass tonnenweise Nahrung verrotten darf, absichtsvoll zurückgehalten oder weggeworfen wird, um die Preise hoch zu halten. Das ist ein Skandal angesichts derer, die sogar am Essen sparen müssen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn man nach Feierabend die Mülltonnen der Supermärkte plündert. Auch wenn dort häufig noch Genießbares mit abgelaufenem MHD entsorgt wird, stellt die Plünderung der Mülltonnen eine Straftat dar. Sträflich ist es aber auch, dass die Supermärkte diese Lebensmittel nicht grundsätzlich an die „Essens-Tafeln“ spenden. Bei den sogenannten „Tafeln“ dürfen bedürftige Menschen sich einmal wöchentlich gegen eine kleine Spende Lebensmittel holen. Die Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden. Ohne einen Abholausweis, der nach Prüfung der Bedürftigkeit ausgestellt wird, kommt man nicht an die Essensspenden. Betrugsversuche dürften auch hier vorkommen. Die Zahl derer, die auf Tafeln angewiesen sind, wächst durch die derzeitige Sozialpolitik. Sinnvoller, als illegale Wege zu nutzen, ist der Weg der persönlichen Ansprache. Je mehr Menschen aus dem direkten Umfeld erfahren, dass man kaum Geld zur Verfügung hat, desto mehr Unterstützung bietet sich an. Möglicherweise kann man in der benachbarten Bäckerei unverkaufte Brötchen günstig kaufen. Vielleicht hat jemand einen Kleingarten und bietet Ernteüberschüsse an Zucchini und Äpfeln an. Vielfach ist das Sammeln von Brombeeren, Himbeeren, Holunderbeeren, Maronen oder Haselnüssen, die wild am Wegesrand wachsen, in Vergessenheit geraten. Pilze kann man natürlich auch pflücken, aber bitte nur mit Sachkenntnis.