Beim Heizen sparen

Heizenergie einzusparen, ist angesichts steigender Energiepreise heute ein Thema für jedermann. Nicht nur Eigenheimbesitzer müssen am Heizen sparen. Auch Wohnungsinhaber tun gut daran, die Heizkosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Zudem tut man etwas für die Umwelt und das Klima, schlägt also drei Fliegen mit einer Klappe.

Am Heizen sparen, aber wie?

Wer ab Oktober in allen Räumen heizt, verschwendet meist Energie. Indem man in jedem Raum den Thermostat ein Grad herunterdreht und eine Fleecejacke oder einen Wollpullover überzieht, spart man bereits sechs Prozent der Heizkosten ein. Auf der Südseite einer Wohnung scheint öfter die Sonne. Diese heizt die Räume der Südseite auch im Winter kostenfrei auf. Das kann man gezielt nutzen. Mehr als 20 Grad Celsius benötigt kein Wohnraum. Im Schlafzimmer genügen vielen Menschen 18 Grad. Eine warme Bettdecke ist allerdings anzuraten. Küche und Bad müssen nicht dauerhaft beheizt werden. Im Badezimmer genügt es, vor dem Baden (sollte man sowieso nicht zu oft tun) oder Duschen zu heizen. Überraschend viel Energie kann man bereits einsparen, wenn man die Innen- und Außenrollos herunterlässt oder die Stores zuzieht, bevor man den Thermostat aufdreht. Ungefähr die Hälfte der sonst verbrauchten Heiz-Energie kann so eingespart werden. Die Wärmeverluste an den Fensterfronten werden oft unterschätzt. Viel Energie geht auch über das falsche Lüften verloren. Nie sollte man seine Fenster dauerhaft gekippt lassen, wenn die Heizung aufgedreht wurde. Der Thermostat heizt dann hoch. Besser ist regelmäßiges Stoßlüften. Bevor man die Fenster weit öffnet, sollte der Thermostat heruntergedreht werden. Danach dreht man ihn wieder hoch. Heizenergie kann auch eingespart werden, wenn man hinter allen Heizkörpern eine isolierende und Wärme reflektierende Schicht anbringt. Die Wärmeverluste über die Außenwand sind nämlich ebenfalls beträchtlich. Eine dünne Styroporplatte mit Aluminiumbeschichtung kann die Energieverluste um bis zu 30 Prozent senken helfen. Am Heizen sparen kann man auch, wenn man in einem beheizten Raum die Türe schließt. Muss der Thermostat bei weit geöffneten Zwischentüren auch den ungeheizten Flur mitversorgen, verbraucht man am Ende deutlich mehr Energie als nötig. Prinzipiell ist es sinnvoller, in allen Zimmern eine gleichmäßig hohe Temperatur anzustreben, als in einem Raum die Heizung voll aufzudrehen und andere Räume dafür gänzlich ungeheizt zu lassen. Das Auskühlen der Außenwände in unbeheizten Räumen zieht oft Schimmelbefall nach sich.

Weitere Sparmaßnahme beim Heizen

Manchmal helfen bereits kleine Maßnahmen, beachtliche Ersparnisse beim Heizen umzusetzen. Poröse Kunststoffdichtungen an Türen oder Fenstern können im Winter ebenfalls zu Wärmeverlusten führen. Die entstandenen Ritzen können leicht mit neuen Gummidichtungen oder Schaumdichtungsband abgedichtet werden. Auch dadurch lassen sich Heizkosten senken. Viele unscheinbare Maßnahmen machen auf der Endabrechnung einen großen Unterschied. Die automatische Nachtabsenkung, die Vermieter heute bei Mietshäusern nutzen, um Energie zu sparen, könnte auch tagsüber genutzt werden. Viele Menschen sind dann auf der Arbeit und benötigen keine Heizwärme. Wer den eigenen Verbrauch an Heizwärme kontrolliert, kann Einsparungen beim Heizen besser steuern. Moderne Zeiten erlauben, einen programmierbaren Thermostat zu nutzen, der erst beim nach Hause kommen die Räume wärmer werden lässt. Die Investition übersteigt meist 20 Euro nicht, die Kostenersparnis kann aber bei bis zu 30 Prozent Heizkosten liegen. Alternativ kann man als Eigenheimbesitzer bei entsprechenden Vorplanungen über eine Smartphone-App die Eigenheim-Heizung zu steuern. Dass man als Hausbesitzer eine alte Heizung gegen eine effektivere Heizung tauscht, versteht sich von selbst. In Mietshäusern werden zunehmend Wärmeummantelungen mit Styropor genutzt, um Heizkosten zu senken. Unabhängig davon ist aber jeder Mieter selbst dafür verantwortlich, wie hoch die Heizrechnung ausfällt. Wer seine Heizkörper mit Möbeln zustellt, hinter Holzverkleidungen versteckt oder die schweren Übergardinen darüber fallen lässt, heizt nicht effizient. Er verschwendet etwa 15 Prozent der Heizenergie. Wichtig für’s Sparen ist auch das regelmäßige Entlüften aller Heizkörper.