Durch Resteverwertung oder Mehrfachbenutzung sparen

Das Motto „Reduce, Reuse, Recycle“ (in etwa „weniger nutzen, weiterverwenden, wiederaufbereiten“) wird vor allem mit nachhaltigem und umweltfreundlichem Handeln verbunden. Wer dieses Motto befolgt, kann jedoch auch viel Geld sparen, wie die folgenden Beispiele zur Resteverwertung und Mehrfachnutzung zeigen.

Noch bevor man sich über Weiterverwendung Gedanken macht, sollte man darauf achten, Dinge möglichst vollständig zu verwerten. Vor allem Lebensmittel aber auch andere „Reste“ landen im Müll, obwohl sie noch bares Geld wert sind. Dabei ist es eigentlich nicht schwer, Lebensmittel weiter zu verarbeiten. Ganze Portionen fertiger Mahlzeiten lassen sich leicht einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Übrig gebliebenen Zutaten können gut als Auflauf oder Eintopf zubereitet werden. Aber der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt, so eignen sich zum Beispiel manche Reste als Pizzabelag oder als Zutat für einen gemischten Salat.

Auch andere Reste sind nicht unbedingt ein Fall für den Müll. Viele, die gerne basteln oder nähen, kennen das Prinzip der „Restekiste“ in der kleinere Stoff- oder Papierstücke erst einmal gesammelt und irgendwann weiterverwendet werden. Im Bad kann man ebenfalls darauf achten, wirklich alle Reste zu verbrauchen: Mit Wasser verdünnt lässt sich der letzte Rest Shampoo bequem aus der Flasche drücken. Und scheinbar leere Cremetuben bergen häufig noch große Reste. Wenn man die Tube vorsichtig in der Mitte aufschneidet, lässt sie sich bequem leeren. Wer entdeckt, dass der „Rest“ sogar noch längere Zeit reichen wird, kann zum Aufbewahren einfach den oberen Teil der Tube über den unteren stecken.

Neben der Resteverwertung ist auch die Mehrfachnutzung oder Weiterverwendung von Dingen eine gute Möglichkeit um Geld zu sparen. Eines der bekanntesten Beispiele sind als Trinkgläser weiterverwendete Senfgläser. Auch Geschenktüten und Geschenkschleifen lassen sich problemlos mehrfach verwenden. Wer besonders sparsam und umweltbewusst sein möchte, benutzt dazu alte Zeitungen oder Kalenderblätter als individuelles Geschenkpapier. Im Haushalt sind Plastiktüten aus dem letzten Einkauf eine billige Alternative zu speziellen Müllbeuteln. Ausgewaschene Plastikschalen von Produkten wie Eis oder Joghurt eignen sich gut zur Aufbewahrung von Lebensmitteln oder zum Einfrieren. Und wer die Reste nach der Party nicht selbst essen, sondern an die Gäste weitergeben möchte, muss sich mit wiederverwendeten Plastikbechern auch keine Sorgen um die teuren Tupperdosen machen. Und zum Schluss noch ein Spartipp für das Büro: Einseitig bedrucktes Papier nicht sofort in den Papierkorb werfen, sondern die Rückseiten als Notizzettel weiterverwenden.

Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, Einmalprodukte durch wiederverwendbare Dinge zu ersetzen. Diese sind in der Anschaffung zwar meist etwas teurer, können sich aber finanziell lohnen, wenn sie häufig wieder verwendet werden. Wer sich angewöhnt, einen kleinen Beutel oder eine kleine Tasche dabei zu haben, braucht im Supermarkt keine Plastiktüten zu kaufen. Wiederauffüllbare Trinkflaschen mit Leitungswasser sind eine umweltfreundliche und bedeutend billigere Alternative zu gekauftem Mineralwasser. Und bei Elektronikgeräten kann sich die Anschaffung von Akkus statt Batterien lohnen.

Alles in allem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Reste zu verwenden, Produkte mehrfach zu nutzen und Dinge umzufunktionieren. Mit ein bisschen Kreativität oder Anregungen aus dem Internet lassen sich in jedem Haushalt viele Möglichkeiten zum Sparen finden, die dazu häufig auch der Umwelt gut tun!