Wasser sparen

Am Wasser sparen? Diese Vorstellung ist für die meisten unwillkürlich mit einer Einschränkung ihres Lebensstandards verbunden. Denn zu sehr hat man sich hierzulande an gutes Trinkwasser gewöhnt, das unbegrenzt zur Verfügung steht. Und das noch zu einem guten Preis – jedenfalls meinen das ebenfalls viele angesichts eines durchschnittlichen Wasserpreises in Deutschland von 1,69 Euro pro Kubikmeter. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 121 Kubikmetern pro Person und Jahr scheint das keine wirklich bedrohliche Größe zu sein.

Die komplette Kostenübersicht

Aber das ist nur ein Teil der Rechnung. Denn mit der Grundgebühr für den Wasseranschluss können sich die Jahreskosten ganz einfach verdoppeln. Dazu sind die Preise in den Regionen Deutschlands höchst unterschiedlich – sie können beim Wasserpreis durchaus bis zu 50 % unter denen eines anderen Gebietes liegen. Wer sozusagen ungünstig wohnt, zahlt prozentual mehr drauf.
Am wenigsten beachten die Verbraucher, dass die Wassernutzung noch eine weitere Kostenkomponente nach sich zieht: den Energieverbrauch. Erwärmtes Wasser in der Heizung, im Bad, in der Waschmaschine oder in der Küche ist Teil der Kostenexplosion im Energiebereich. Allein der Strompreis hat sich seit dem Beginn der 2000er Jahre verdoppelt. Er wird es nach Einschätzung der EU bis 2030 noch einmal tun. Die Verbraucher leben nicht nur schon jetzt mit achtprozentigen Steigerungsraten für die reine Versorgung mit Wasser, sondern zahlen auch immer mehr für die Warmwasseraufbereitung.
Wasser sparen ist also doch eine erhebliche Hilfe für die Kostenreduzierung im Haushalt. Das Beste ist: die befürchtete Einbuße an Lebensqualität tritt dadurch nicht ein.

Wasser – der am meisten verschwendete Rohstoff

Der unbedarfte Umgang mit dem lebenswichtigen Wasser einschließlich des Verzichts auf die Kostenkontrolle haben zu Lebensgewohnheiten geführt, die dem Wert des Rohstoffs in keiner Weise angemessen sind. Um diese Zustand zu beenden, ist nur eine minimale Änderung dieser Gewohnheiten notwendig. In den meisten Fällen genügt sogar eine einfache kleine technische Hilfe, um den Verbrauch zu reduzieren. Dem Genuss am Wasser wird damit kein Abbruch getan. Wohl aber lässt sich damit die Wasserrechnung um bis zu 30 % verringern und auch die Stromrechnung günstig beeinflussen.

Einfache Möglichkeiten zum Wasser sparen

Das größte Potenzial zum täglichen Wassersparen liegt in der Umstellung von Baden auf Duschen. Allein dadurch sinkt der Wasserverbrauch bei der Gesamtkörperreinigung um zwei Drittel. Wenn im Duschkopf noch Spardüsen installiert sind, verbessert sich der Wert weiter.
Spardüsen helfen auch am Wasserhahn, das meist stark abfließende Wasser in der Menge einzudämmen. Noch besser ist es, den Wasserhahn beim Zähneputzen nicht einfach laufen zu lassen, sondern einen Zahnputzbecher zu benutzen. Diese Gepflogenheiten haben nichts mit Verzicht zu tun – sie optimieren lediglich den Verbrauch bis zu 50 %. Das schafft auch die kleine Spartaste an der Toilettenspülung. In den wenigsten Fällen werden die 12 Liter Wasser, die pro Spülung aus dem Reservoir fließen, auch wirklich benötigt. Für die vielen kleineren Anlässe reichen die 6 Liter mit der Spartaste aus.
Auch in der Küche wird ständig kaltes und heißes Wasser gebraucht. Hier lassen sich nicht nur die Wasserhähne optimieren, sondern auch die Koch- und Spülvorrichtungen. Energiesparende Kochutensilien bedeuten auch immer weniger Wasserverlust, und die Öko-Taste an der Spülmaschine bringt das Wasser genau auf die Temperatur, die auch wirklich benötigt wird.